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3 Frauen, 3 Erfolgsgeschichten: #2 Anna von Chupenga

3 Frauen, 3 Erfolgsgeschichten - #2 Anna von Chupenga

Anna von Chupenga ist studierte Betriebswirtschafterin, hat im Finanzwesen gearbeitet und sagt, sie wollte wirklich nie ein Restaurant eröffnen. Ihre Liebe für Essen und ihr Jahr Pause haben sie dann aber genau dahin geführt. Mittlerweile feiert sie gemeinsam mit ihrem Partner die Eröffnung ihres dritten mexikanischen Restaurants in Berlin.

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Wenn Anna verreist, plant sie ihre Reise nach den Küchen, die sie ausprobieren möchte. Sie ist ein richtiger Foodie mit wissenschaftlichem Interesse an gesundem Essen. Wie ihr die Idee kam ein eigenes Restaurant zu eröffnen? Aus Langeweile, meint sie. Und weil sie selbst jeden Tag mexikanisch essen könnte. Ihr Weg in die Gastronomie war nicht immer einfach, aber sie hat es gemeistert. Und wie.

Jetzt mal von vorn: Wie seid ihr mit einem Hintergrund im Finanzwesen dazu gekommen ein mexikanisches Restaurant zu eröffnen?

Ich habe mir 2014 gemeinsam mit meinem Partner eine Auszeit genommen, meinen Job gekündigt und war klassisch erstmal Reisen. Ein Restaurant zu eröffnen war wirklich nie Thema. Aber ich liebe Essen, es ist ein wichtiger Teil meines "Well-beings" und meines Komforts. Als wir dann viel Zeit hatten, haben wir uns richtig mit dem Thema gesunde Ernährung auseinandergesetzt und dann kam die Idee. Wir wussten auch, dass wir eigentlich keine Ahnung haben von der Branche. Aber wir haben gedacht: andere machen ihren MBA, wir sammeln praktische Erfahrung. Und wenn es schief geht, dann gehen wir halt in unsere alten Jobs zurück. Wir wollten uns gemeinsam selbstständig machen und es funktioniert sehr gut bei uns.

Hattest du bei deinem Unternehmen ein Vorbild?

Chipotle war ein Vorbild für uns, aber nicht von Anfang an. Wir haben uns überlegt was für uns ausgewogenes Essen ist. Es sollte warm, nahrhaft und ausbalanciert sein. Mexikanisches Essen bedient eine große Bandbreite und es ist eine persönliche Entscheidung gewesen. Freunde haben mich inspiriert, die sich aus unserem Kreis als erstes, auch als Ehepaar, selbstständig gemacht haben. Ihre symbiotische Beziehung aus Leben und Arbeit hat mich immer fasziniert und es lief so harmonisch. Mein Partner und ich haben hier auch keine klassische Teilung. Wir machen beide operatives und helfen im Laden mit. Wir haben auf jeder Position mitgemacht und ich habe mich sogar von unseren Köchen selbst zur Köchin ausbilden lassen.

Was ist dir bei dem Schritt dich in der Gastronomie selbstständig zu machen schwer gefallen? Hattest du das Gefühl dir wird im Verhältnis zu deinem Partner anders entgegengetreten?

Ha! Also mein erster Job nach der Uni war in einem 30 Personen Team nur mit Männern und ich war die erste Frau die sie je eingestellt haben. Mit Männern zu arbeiten ist nichts ungewöhnliches für mich, aber ich hatte nach der Uni nicht das Selbstbewusstsein, was sich jetzt aufgebaut hatte. Was für mich jetzt wirklich ungewöhnlich ist, ist das wenn jemand nach dem Chef fragt und ich sage "Ja, das bin ich", dann schauen mich die Leute überrascht an. Das kannte ich aus der Finanzbranche nicht, da hatte ich schon das Gefühl mehr akzeptiert zu werden. Worauf wir hier stolz sind, ist unsere feminine und Konsens getriebene Firmenkultur. Wir haben keine strikte Hierarchie und Harmonie ist uns wichtig.

Aber es war am Anfang schon schwer. Eine Räumlichkeit zu finden und einen Vermieter, der an uns glaubt war eine echte Herausforderung. Klar gibt es Tage an denen ich mich immer noch frage, was ich mir da eingebrockt habe. Man gibt seine finanzielle Sicherheit auf und übernimmt viel Verantwortung. Aber ich würde es auf jeden Fall wieder machen.

Was ist dein Tipp für weibliche Entrepreneure in der Gastronomie?

Speziell für Frauen würde ich sagen: Frauen sind immer viel selbstkritischer und hinterfragen alles. Aber ich habe über die Zeit gelernt, dass im Grunde alle nur mit Wasser kochen. Auch bei uns im Team stelle ich fest, dass sich die Mitarbeiterinnen mehr selbst hinterfragen und man sollte versuchen, an sich selbst zu glauben. Ich glaube allerdings, dass dies eine Erfahrung ist, durch die man selbst gehen muss.

Und was ist dein Chupenga Lieblingsprodukt?

Ein Buritto mit Pollo, Reis, Bohnen, Picco de Gallo und Guacamole.

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